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Slasher
Tuesday, 17. July 2007
ImageDeutschland 2006 / 85 Minuten
 
Regie: Frank W. Montag

Darsteller: Christiane Imdahl, Sebastian Badenberg, Christian Stock, Pia de Buhr, Michael Eisenburger u.a.

 

www.slasher-movie.com

www.mondaymovies.de


 

Auf dem diesjährigen elften internationalen Filmfestival WEEKEND OF FEAR in Erlangen feierte SLASHER seine Premiere vor großem Publikum. Bis dorthin war es ein langer Weg, denn bereits im Oktober 2005 begannen Jörn Döring und Frank W. Montag mit der Arbeit am Drehbuch. Ein 8-monatiges Casting sollte die passenden Darsteller für die verfassten Charaktere finden und so wurden aus über 700 Bewerbern die finalen 28 Darsteller für den Film ausgewählt. Am 01. Juli 2006 fiel die erste Klappe der folgenden 52 Drehtage, deren Ergebnis aus 36 Stunden Rohmaterial bestand, welches ab Oktober 2006 in der Post Production auf weitere Verarbeitung wartete.

 

Wie der Titel des Films bereits vermuten lässt, so kam nach Abschluss der Postproduktion ein Film heraus, der vor Klischees nur so strotzt. Ja, SLASHER ist eine Hommage an das Psychokillergenre und lässt sich lobenswerterweise auch nach wenigen Minuten Spielzeit als solche identifizieren. Frank W. Montag lässt die erwartungsgemäß gut agierenden Darsteller in jede noch so perfide Falle tappen und das Mördertier Mike (Sebastian Badenberg) darf die ausgelassene Jugendclique um einen nach dem anderen dezimieren.

 

Image 

 

Dabei gilt auch hier die alte Faustregel des Horrorfilms: der Zuseher will Sex, Gewalt und gute Laune. Und wer Sex hat muss sowieso dran glauben, deshalb sterben auch in SLASHER die baarbusigsten zuerst. Und wenn gestorben wird, dann ordentlich. Die Effekte können sich allesamt mehr als sehen lassen und so vermag es manch krude Splatterszene doch ein flaues Gefühl im Magen – oder darunter - zu verursachen. Denn nicht nur in den Gewaltmomenten sondern auch davor und danach hält der Film immer gut seine Spannung. Dies liegt zum ImageTeil an der soliden Kameraarbeit und dem gefälligen Schnitt, welches den Film fast schon auf das handwerkliche Niveau eines amerikanischen Durchschnitts-Indies hebt. Besonders hervorzuheben sei aber auch der hervorragende Score des Films, welcher es perfekt versteht durch Anleihen an die Musik von FREITAG DER 13TE oder NIGHTMARE ON ELM STREET den Zuschauer in die Hochzeit des Slasherfilms zurückzuversetzen. Für die Musik zeichnen sich übrigens Frank W. Montag selbst und niemand geringeres als Timo Rose verantwortlich. Aus dessen „Dunstkreis“ lässt sich dann auch noch Thomas Kercmar (alias Goldmann aus MUTATION) als Produzent und in einer Nebenrolle als Metzgermeister entdecken.

 

Achja – so etwas wie eine Handlung hat SLASHER auch. Diese ist ebenfalls passend klischeegeladen und erzählt die Geschichte der ImagePsychologiestudentin Erin (Christiane Imdahl) und deren bester Freundin Julie (Pia de Buhr), die zusammen mit dem Rest der Clique ein entspannendes Wochenende beim Zelten in den Wäldern fernab des Studienalltags verbringen will. Dass diese dort auf einen kranken Massenmörder treffen ist dann eher provisorisch. Dennoch kann auch die knappe Story von SLASHER durch gekonnte, von geübten Filmguckern allerdings früh zu erkennenden, Twists aufwarten, welche zum Ende hin noch den nötigen Drive bieten. So reiht sich SLASHER weit über dem durchschnittlichen deutschem Amateursplatter ein, schafft jedoch nicht ganz den Sprung aufs Treppchen zum „hochwertigen“ Independentfilm, wie es z.B. HAPPY END. (von Daniel Stieglitz) mit ähnlichem Budget im Jahre 2005 geschafft hat.

 

Für Fans des deutschen Horrorkinos dennoch uneingeschränkt empfehlenswert und eine anzuerkennende Leistung des gesamten Teams von Mondaymovies. Bald erhältlich in auf 500 Stück limitierter Hartbox

» 1 Kommentar
1"grottenschlechter Film"
am Wednesday, 10. June 2009 10:55von Stephan
Wer diesen Film noch nicht gesehen hat, hat auch nichts verpasst. Im Grunde ist der Film auf der Basis des Klassikers "Texas Chainsaw Massacre" aufgebaut, aber im untersten Niveau eines Amateurabklatsches umgesetzt. Wer auf einen "Horror-Komödien-Porno-Schleichwer bung" basierenden Film steht, kann seine Zeit auch tausendmal besser nutzen, als sich so einen Scheiss anzutun.
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